"Der ökologische Aspekt kommt nicht zu kurz"

In der vergangenen Gemeinderatsitzung wurde unter anderem die Anschaffung von iPads beschlossen.

1. Auftragserteilung zur Kanalisierung und Fahrbahnerneuerung in der nördlichen Würzburger Straße

In der Gemeinderatssitzung am 8. Juli 2014 wurde die Kanalsanierung der nördlichen Würzburger Straße als Minimallösung beschlossen. Die Gemeinde beabsichtigt bis Ende November eine Kanalsanierung sowie die Deckenerneuerung des genannten Bereiches. In diesem Zusammenhang erneuert auch die Mainfrankennetze GmbH (MFN) die Gasleitung.

Das beauftragte Ingenieurbüro Arz wurde zuvor beauftragt die Planung sowie die Überwachung als auch Prüfung der eingegangen Angebote durchzuführen. Diese stellte Herr Pröstler (Ingenieurbüro Arz) explizit und detailliert in der letzten Sitzung vor. Dabei erhielt das Angebot der Firma Zöller Bau aus Triefenstein einstimmig den Zuschlag. Mit 172.846,26 € stellt es das wirtschaftlichste Angebot aus Sicht der Gemeinde Margetshöchheim dar.

In der Durchführung der Sanierung ist es notwendig, zwischen Fahrweg und Birkachstraße ortseinwärts eine Einbahnstraßenregelung anzuordnen sowie die Bushaltestellte zu verlegen. Selbstverständlich werden die Belange der Anlieger, der Feuerwehr als auch der Müllabfuhr berücksichtigt. Um eine reibungslose Anfahrt zur Apotheke für die Bürger gewährleiten zu können, werden in naher Zukunft Gespräche mit der Verantwortlichen geführt. Bürgermeister Brohm kündigte an, regelmäßig an festgelegten Tagen an der Baustelle vor Ort zu sein. Somit haben auch die Anlieger die Möglichkeit aktuelle Probleme anzusprechen.

Aus Sicht der Jungen Union steht der behindertengerechten Umbau der Bushaltestelle Birkachstraße, im Zuge der Sanierung, im Vordergrund. Dieser wird bezüglich der Städtebaumaßnahmen geprüft (Regierung von Unterfranken). Desgleichen ist eine Verbreiterung des Bürgersteiges in der Würzburger Straße angedacht, die jedoch abhängig von der minimalen benötigten Straßenbreite ist. Alle Fraktionen bekräftigten ebenso den Wunsch, den Bürgersteig ortsauswärts (ab Würzburger Straße 20) mit einem neuen Asphaltbelag zu modernisieren.

2. Bericht über Kanalnetzbewertung
Das Ingenieurbüro Auktor hatte den Auftrag, die im Rahmen der Kamerabefahrung festgelegten Schäden der Kanalisation zu bewerten und zu klassifizieren. Auf dieser Grundlage sollten unterschiedliche Sanierungsvarianten als auch Kostenschätzungen ausgearbeitet werden. Der Umfang umfasste die gesamte Kanalisation mit über 300 Haushalten.

Die Priorisierung der Sanierungsmaßnahmen erfolgte unter Berücksichtigung anstehender als auch geplanter Sanierungsmaßnahmen sowie unter Berücksichtigung der festgelegten Schadensklassen 1 (SK 1 – geringfügig) bis 5 (SK 5 – schwerer Schaden). Herr Kühl vom Ingenieurbüro verdeutlichte, dass Handlungsbedarf zur Reduzierung des Fremdwasseranteils (z.B. Quellwasser) bestehe. Maximal ist ein Fremdwasseranteil von 25 Prozent vom Wasserwirtschaftsamt geduldet. Aktuell beträgt dieser 45 Prozent in Magetshöchheim, zwei Drittel davon resultiert aus den teilweise beschädigten Haushaltsanschlüssen. Diese Überschreitung belastet unter anderem das Kanalnetz und die Kläranlage.

Der Fremdwasseranteil lässt sich durch zukünftige Sanierungsmaßnahmen (je nach Priorität - Schadensklassen) im Ort minimieren. (kommende Maßnahme: Finkenweg und Schwalbenweg).

Die Verwaltung wurde beauftragt, auf Grundlage für den vier Jahreszeitraum 2015 bis 2018 ein Sanierungskonzept unter Berücksichtigung geplanter Sanierungsmaßnahmen vorzubereiten. Das Sanierungskonzept soll in der nächsten Sitzung beschlossen werden.

3. Neubau des Mainstegs – Ergänzung der Verwaltungsvereinbarung zur Änderung des Stegabganges
Aufgrund der Änderung des Stegabgangs ist für die Regelung der Kosten eine Ergänzung der Verwaltungsvereinbarung erforderlich. Die Kosten sind von der Gemeinde zu übernehmen. Hierzu erfolgte eine gemeinsame Besprechung mit dem Ingenieurbüro Schlaich, Bergmann und Partner im Wasserstraßen-Neubauamt in Aschaffenburg am 21.05.2014.

Das Nachtragsangebot beläuft sich auf 24.514,00 €. Demgegenüber werden durch den Verzicht auf den zusätzlichen Treppenaufgang und die entfallenden Kosten für die Erschließungswege zum Stegaufgang erhebliche Kosten eingespart. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig den Abschluss der ergänzenden Verwaltungsvereinbarung zu Änderung des Stegabganges.



4. Festlegung des Holzpreises für 2014/2015
Zur Sitzung lag noch keine Empfehlung für die zukünftigen Holzpreise von der Verwaltung vor. Somit wurde die Festlegung auf die kommende Sitzung vertagt.

Information: Im Informationsblatt September erfolgt der Aufruf zur Anmeldung für den Brennholzbedarf.

5. Informationen und Termine
• Anliegerversammlung Baugebiet „Birkäcker“ am 12.08.2014

• Presseinformation des Staatlichen Bauamtes zur Vollsperrung der B 27

• Es wird geprüft ob die Schaltphase (grün) an der Zeller Laurentiusbrücke (links des Mains) stadteinwärts verlängert werden kann

• Die Bemühungen gelten auch für die Schaltphase Rothofbrücke, Richtung Würzburg (B27)

• iPad statt Papier: Das Gremium stimmte mit neun zu sieben für eine Bezuschussung eines Tabletts oder Notebooks (je nach Wahl) in Höhe von 400 €.

• Sicherlich bringt die Einführung einige Vorteile als auch Nachteile mit sich, die schon in den letzten Jahren ausführlich diskutiert worden sind. Mit der Einführung eines iPads können die Gemeindevertreter vorhandene Sitzungsunterlagen digital bearbeiten und mit Informationen ergänzen. Auch der ökologische Aspekt kommt hier nicht zu kurz. Überzeugen Sie sich in einer Sitzung selbst davon, wie viele Unterlagen die Räte ausdrucken müssen. Die Investitionen in die Geräte sollte sich sicherlich nach einigen Jahren amortisiert haben.

• Besprechungsvermerk Städtebauförderung (siehe unten) für den Jahresantrag 2015

06.08.2014